Zusammenfassung

Wahrscheinlich werde ich wieder häufiger schreiben, die gute Zeit ist vorbei. – Endgültig. Schon vor einem Jahr hatte ich ja die unbestimmte Angst, dass S. mich verlassen könnte.

Ende Juli ist das dann eingetreten.

Erst verschwand er Freitags nach der Arbeit, kam dann den ganzen Samstag nicht nach Hause und wollte Sonntag kommen „zum reden“.- Das Reden bestand dann daraus, mir Vorwürfe zu machen (während seine Schwester hinter ihm stand und immer dann mit Beschimpfungen um sich warf, wenn ihm nichts mehr einfiel), seine Sachen zu packen und zu verschwinden. Damals noch nicht endgültig. Dachte ich zumindest. Immerhin hat er gesagt, er braucht „nur mal Zeit“ für sich. Weil es ihm schlecht ginge.

Ich habe tage- und wochenlang nichts von ihm gehört, nur einmal, da hat er mir noch Hoffnungen gemacht. Dass wir noch eine Chance hätten, wenn wir beide uns erst mal um unsere psychische Gesundheit kümmern würden.

Mitte Oktober (klischeehafterweise war es der 13., ein Freitag) schrieb mir dann seine andere Schwester, dass ich ihm egal bin und dass er nicht zurück käme. Dass ich einfach zurück nach A. gehen solle und mein Leben einfach so weiterleben solle.

Da bin ich komplett zusammengebrochen, weil er nicht einmal die Eier hatte, es mir selbst zu sagen. Ständig hat er eine seiner Schwestern vorgeschickt, die mir dann auch noch Vorwürfe gemacht haben, von wegen ich hätte mich von ihm aushalten lassen und ihn unterdrückt.
Noch an diesem Abend bin ich mit Polizei in der Psychiatrie gelandet: Suizidgedanken/Versuch.

Dort war ich dann insgesamt 14 Wochen und ein paar Tage. Durfte die geschlossene Station für Frauen kennenlernen und bin mit der Zeit immer mehr von Hass ihm gegenüber erfüllt. Allerdings habe ich da auch gemerkt, dass mein Vertrauen zu Männern wieder mal stark gelitten hat. – Er hat ja immer behauptet, dass er anders wäre. Dabei war er im Grunde, wie seine Vorgänger. Es gab halt keine körperliche Gewalt sondern psychische und davon nicht zu knapp.
Am Ende war ich seiner Meinung aber am Scheitern der Beziehung schuld, weil ich scheinbar ein Monster bin. Weil ich mich selbst verletze. Weil ich Borderline habe.

Wieder mal konnte mich jemand nicht um meiner selbst willen lieben. Vermutlich werde ich dieses Gefühl nie erfahren.

Während ich in der Klinik war (wovon er wusste, da seine andere Schwester meiner Mutter gegenüber diese Information herausbekommen hat), kam die einseitige Kündigung der gemeinsamen Wohnung. Ohne den Sozialdienst in der Einrichtung wäre ich wohl wieder vor einem Fenster gestanden. – Ich stand kurz davor obdachlos zu werden. Gekündigt wurde die Wohnung letztlich zum heutigen Tag.
Aber seitdem fällt ihm in schöner Regelmäßigkeit wieder etwas ein, was er an meine Eltern (!!!!) schreiben kann, um mich schlecht zu machen. Er musste mich ja überall blockieren… und meine neue Adresse wird er von mir nicht erfahren.

Insgesamt hat er so viel Scheiße abgezogen, vor allem jetzt im Nachhinein, dass ich froh sein sollte, dass ich ihn los bin. Aber ich bin nun furchtbar einsam. Mein Traum von der großen Liebe ist also wieder einmal zerplatzt.

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